Wasserwirtschaftsamt
Landshut

Neue Durchflussradarmessanlage an der Moosburger Isarbrücke zur Verbesserung des Hochwasserschutzes in Betrieb genommen

Am Freitag, den 13. November 2009 wurde die neue Durchflussradarmessanlage an der Moosburger Isarbrücke in Betrieb genommen.
Eine baugleiche Anlage wurde auch an der Brücke über die Amper an der Staatsstraße 2085 angebracht. Die beiden Anlagen dienen der genaueren Hochwasservorhersage und der besseren Einschätzung der Hochwassersituation unterhalb Moosburgs bis nach Landshut. Damit ist der Gesamtabfluss beider Gewässer, Isar und Amper bekannt. Die Daten und Informationen über das Abflussgeschehen können für interessierte Bürger auch im Internetangebot des Hochwassernachrichtendienstes eingesehen werden.

Wie funktioniert die Durchflussradarmessanlage?

Vereinfacht dargestellt, besteht die Durchflussradaranlage aus zwei Datenerfassungsgeräten. Jedes verfügt über zwei Radarköpfe zur berührungslosen Erfassung der Geschwindigkeit und des Wasserstandes. Der senkrecht nach unten stehende Radarkopf ermittelt dabei den Wasserstand und der zweite Radarkopf mit einem Abstrahlwinkel von 24 Grad die Geschwindigkeit. Aus beiden Komponenten wird der dazugehörige Abfluss berechnet. Bereits vor der Installation erfolgten umfangreiche Vermessungsarbeiten im Gewässerbett, sodass die mit Wasser bespannte Fläche zur Abflussberechnung exakt ermittelt werden kann.

Radarmessanlge
+ Radarmessanlage

Aufbau der Messanlage
+ Aufbau der Messanlage

Wann und wie oft wird gemessen, und wo landen die Daten?

Die Messungen erfolgen kontinuierlich. Die Werte werden mittels GPRS (Datenübertragung) auf die Rechner im Wasserwirtschaftsamt Landshut übertragen – an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr.
Vom Wasserwirtschaftsamt Landshut werden die Daten über einen Rechnerverbund dann im Internetangebot des Hochwassernachrichtendienstes (HND) bereit gestellt