Ökologische Entwicklungskonzeption Donau zwischen Kelheim und Regensburg
Fl-km 2415,0 - 2382,0

Übersichtskarte mit Projektgebiet; Quelle: Geobasisdaten der Bayer. Vermessungsverwaltung
Was ist unter einer “Ökologischen Entwicklungskonzeption” zu verstehen?
Gewässerentwicklungskonzept und FFH-Managementplan als wasserwirtschaftliche und naturschutzfachliche Planungsinstrumente werden zeitgleich bearbeitet mit dem Ziel, die Inhalte bestmöglich aufeinander abzustimmen. Im Vergleich zu den Einzelplanungen entsteht ein Mehrwert an Planungstiefe und -qualität. Der Einsatz staatlicher Mittel für ökologische Planungen wird optimiert.Ziele der ökologischen Entwicklungskonzeption
Raum für den FlussDie Donau ist in der Vergangenheit durch vielfältige Nutzungseinflüsse in ihrer natürlichen Struktur stark verändert worden. Nun soll dem Fluss und seinen Uferzonen mehr Raum für eine möglichst naturnahe Entwicklung zur Verfügung gestellt werden. Die Überschwemmungsbereiche sollen umweltverträglich genutzt werden.
Raum für Pflanzen und Tiere
In Bereichen, die für den Schutz seltener Tier- und Pflanzenarten besonders wichtig sind, z. B. den vielen Altwasserarmen, soll eine möglichst extensive Nutzung erreicht werden. Gezielte Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen - Entschlammung, Wiederanbindung an den Hauptstrom usw. sollen die Lebensraumqualitäten nachhaltig verbessern.
Raum für Erholung
Das Donautal hat eine überregional bedeutsame Funktion als Erholungsraum. Insbesondere die uferbegleitenden Radwanderwege erfreuen sich großer Beliebtheit. Durch gezielte Information und Lenkung sollen Störungen des Naturhaushaltes minimiert werden.
Die Vorgehensweise im Projektgebiet zwischen Kelheim und Regensburg
Gründliche Bestandsaufnahmen:Zu Beginn eines solchen Vorhabens sind eine Reihe von Daten und Informationen zusammenzutragen. Erhoben wird zum Beispiel:
- Welche naturnahen Lebensräume sind im Donautal zu finden? Welchen Zustand weisen Sie auf?
- Welche bedrohten Tier- und Pflanzenarten kommen vor? Wo leben Sie? Wie sind ihre Überlebenschancen einzuschätzen?
- In welchem Zustand sind die Gewässer? Wie sind die Ufer beschaffen? Wo sind die Ufer verbaut und befestigt?
- Wie wird die Aue genutzt? Wie sind Äcker, Wiesen und ungenutzte Flächen verteilt?
Konzepte entwickeln und abstimmen
Auf dieser Informationsbasis sollen Pflege- und Entwicklungsziele für das gesamte Projektgebiet entworfen werden. Für die zahlreichen Auegewässer und für das Gebiet der Donauinsel bei Bad Abbach werden die Planungen in einem weiteren Schritt fachlich vertieft und detailliert ausgearbeitet.
Die Fachleute werden die Planung dabei intensiv mit den verschiedenen Interessensgruppen z. B. aus den Bereichen:
- Landwirtschaft
- Fischerei
- Schifffahrt
- Naherholung und Tourismus
und den betroffenen Kommunen abstimmen, verschiedene Lösungsmöglichkeiten diskutieren und dadurch die Konzepte verfeinern und optimieren.
Möglichkeiten der UmsetzungFür die Umsetzung der Ziele und Maßnahmen bestehen verschiedene Möglichkeiten:
- Bau- und Unterhaltung der zuständigen Wasserwirtschaftsämter bzw. des Wasser- und Schifffahrtsamtes
- Landschaftspflegerische Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen bei Baumaßnahmen
- Flächenankauf
- Freiwillige Vereinbarungen (mit Entschädigungen bzw. Förderentgelten)
- Maßnahmen der Städte und Gemeinden
- Private Initiativen
Generell soll die Umsetzung in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den jeweiligen Nutzern erfolgen
Die Planungen für die Ökologische Entwicklungskonzeption sollen im April 2009 abgeschlossen werden.
Wer betreut das Projekt?
Das Wasserwirtschaftsamt Landshut und die Regierung von Niederbayern, Sachgebiet Naturschutz sind federführend für das Vorhaben zuständig. An der Projektsteuerung sind die Landratsämter Kelheim und Regensburg, die Regierung der Oberpfalz und das Wasserwirtschaftsamt Regensburg beteiligt. Für die Bestandsaufnahmen und Planungen wurden qualifizierte Ingenieurbüros beauftragt.
Als Ansprechpartner für weitere Fragen, Informationen und Anregungen stehen zur Verfügung:
• Hubert Schacht, Wasserwirtschaftsamt Landshut,
Tel.: 0871-8528-185,
E-mail: poststelle@wwa-la.bayern.de
• Thomas Vaas, Regierung von Niederbayern,
Tel.: 0871-808-1835,
E-mail: Thomas.Vaas@reg-nb.bayern.de

