Hochwasserschutz Altdorf
April 2012: Mit dem Hochwasserschutz in Altdorf geht es weiter
Nachdem im letzten Jahr die Hochwasserschutzmauern in Altdorf unterhalb des Pfettrachsteges bei der Turnhalle errichtet wurden, beginnen nun die Bauarbeiten für die Ertüchtigung bzw. Neubau der Deiche bis zur Parkstraße. Ab Mitte April wird an den Hochwasserschutzanlagen zwischen dem Bauhof der Stadt Landshut bzw. Leiblweg und Parkstraße weitergearbeitet. Vorerst geht es los mit vorbereitenden Arbeiten wie der Errichtung von Baustellenzufahrten und Freimachen des Baufeldes.
Die Hochwasserschutzmauern werden zum Teil als Winkelstützmauern und zum Teil mit Bohrpfahlgründung ausgeführt.
Die vorhandenen Hochwasserdeiche werden ertüchtigt bzw. erneuert und mit einer Dichtung versehen
Im Bereich der Parkstraße wird der vorhandene Absturz umgebaut und durchwanderbar für aquatische Lebewesen gestaltet.
Die Baumaßnahmen zu diesem Abschnitt sollen bis Herbst 2012 abgeschlossen werden.
Neuer Pfettrachpegel in Altdorf
Am 27.02.2012 wurde der neue Pfettrachpegel in Altdorf der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben den Vertretern des Amtes nahmen an diesem Termin auch der Bürgermeister von Altdorf, Herr Kainz, und seine Bauamtsleiterin teil. Der Pegel dient als Ersatz für den bisherigen Pegel Löschenbrand, welcher im Zuge der Baumassnahmen für den HW-Schutz Altdorf-Süd beseitigt wird. Erläutert wurden, neben den Details der Pegelanlage, auch die beiden Messinstrumente (Messflügel und ADCP-Boot), die an dieser Stelle zur Abflussmessung eingesetzt werden.
Hochwasserschutz Altdorf Süd: Neuer Ausbauabschnitt zwischen Fußgängerbrücke und städtischem Bauhof ist kurz vor der Fertigstellung
Fieberhaft wurde bis kurz vor Weihnachten 2011 an der Baumaßnahme gearbeitet, nun ist ein weiterer Teilabschnitt (Los “A“) fast vollständig fertig gestellt. Im Frühjahr 2012 müssen lediglich noch Rekultivierungsarbeiten, die auf Grund der Witterung 2011 nicht mehr ausführbar waren, erledigt werden.
Zur Ausführung kamen beidseitig Hochwasserschutzanlagen. Das Baufeld erstreckte sich vom Fußgängersteg bis zum städtischen Bauhof Landshut.
Hochwasserschutzmauern wurden wegen ihres geringen Flächenbedarfes zur Ausführung ausgewählt. Dadurch konnte der ökologisch und landwirtschaftlich wertvolle Gehölzbewuchs entlang des Sportgeländes erhalten werden.
Es wurden ca. 450 lfm Schutzmauer gebaut, welche max. 1-1,60 m sichtbar aus der Erde ragen. Dies ist der Wasserstand incl. 0,5 m Freibord, welchen der Abfluss bei einem statistisch einmal in 100 Jahren auftretendem Hochwasser (HQ100) erreicht.
Aufgrund der Bodenbeschaffenheit und den querenden Leitungen (Sparten), kamen unterschiedliche Gründungen der Mauern zur Ausführung.
Flachgründung, Ausführung als Winkelstützmauer

eingeschalter und bewehrter Fundamentfuss
Tiefgründung, Ausführung als Bohrpfahlwand auf Kopfbalken

Bohrgerät mit Lader

Bewehrungskörbe

abzuarbeitende Pfahlköpfe

belegte Wandschalung auf Pfahlkopfbalken
Fertiggestellte Hochwasserschutzmauer
Die Mauern wurden angefüllt und treten durch den erhaltenen Bewuchs kaum in Erscheinung.

angefüllte, neuerstellte Hochwasserschutzmauer

Schutzmauer mit Zaun

Vorland mit angefüllter Hochwasserschutzmauer
Neubau eines Deichabschnitts
Dieser Neubau wurde auf der linken Seite realisiert. Er verbindet die neu erstellte Mauer mit dem bestehenden Deich. Hierzu wurde der Bewuchs entfernt und die Oberbodenschicht abgetragen, darauf wurde der sogenannte Stützkörper geschüttet, welcher die Standfestigkeit im Hochwasserfall garantiert. Die Abdichtung des Deiches erfolgt mittels einer Bentonit gefüllten Vliesmatte. Das Bentonit quillt nach dem Einbau bereits durch die vorhandene Erdfeuchte auf und bietet dadurch eine hohe Beständigkeit gegen drückendes Wasser. Diese Matte wird in den anstehenden Unterboden eingebunden (Dichtsporn).

Stützkörper mit Dichtsporn
Neuer Pegel "Altdorf"
Ein neuer Standort für eine Pegelmessstelle wurde eingerichtet. Dieser neue Pfettrachpegel ist mit der neuesten Messtechnik ausgestattet und bereits in Betrieb.

Pegelhäuschen
Der Pegel wurde als Gemeinschaftsprojekt realisiert. Die eingebretterte Holzrahmenkonstruktion mit Dachstuhl wurde von der Flussmeisterstelle Neustadt gebaut, aufgestellt wurde er von der Flußmeisterstelle Landshut. Betrieben wird er von den zuständigen Mitarbeitern des Wasserwirtschaftsamtes Landshut.
Ein weiterer Bauabschnitt folgt
Die Arbeiten zum letzten Bauabschnitt (Altdorf Süd) beginnen im Frühjahr 2012 und sollen im Herbst diesen Jahres fertig gestellt sein. Sie umfassen den Umbau des bestehenden Absturzes in eine Rampe, die von aquatischen Lebewesen durchwandert werden kann, was eine erhebliche ökologische Aufwertung dieses Pfettrach Abschnittes bedeutet.
Zudem wird eine Erhöhung der bestehenden Deiche auf HQ 100 realisiert.
Auf einem Teilstück von ca. 160 m wird der Deich komplett abgetragen und erneuert, da die Standsicherheit im Hochwasserfall nicht gewährleistet ist.
Hochwasserschutz Altdorf Süd: Bauabschnitt 02, Unterabschnitt 3 - Spatenstich am 13.09.2011
Neuer Ausbauabschnitt zwischen Fußgängerbrücke und Parkstraße wird in Angriff genommen
In den letzten Wochen wurde mit den Vorbereitungen und den ersten Baumaßnahmen zum letzten Baustein für den Hochwasserschutz Altdorf Süd begonnen, den Abschnitt unterhalb des Pfettrachsteges bis zur Parkstraße. Um den Beteiligten, den Anliegern und der Öffentlichkeit die geplanten Baumaßnahmen zum Baubeginn nochmals ins Bewußtsein zu rufen, fand nun am 13.09.der offizielleSpatenstich statt. Mit der Maßnahme werden sowohl große Siedlungsbereiche als auch Gewerbe, Dienstleistungsbetriebe mit entsprechenden Arbeitsplätzen, Verwaltungsgebäude, Schulen, Sportanlagen etc. geschützt.

von links (mit Spaten): Dr. Werner Weigl (Bauer Beratende Ingenieure), MdL Jutta Widmann, Bernhard Eichner (Abteilungsleiter WWA Landshut), Helmut Maier (stellv. BGM Altdorf), stellv. Landrätin Christel Englhard und Georg Wild (3. BGM Altdorf)

Weiterführung der Hochwasserschutzmauer
Sanierungs- und Neubauumfang für den letzten Unterabschnitt
In den Jahren 2003 und 2004 wurden im Bauabschnitt 1 des Hochwasserschutzes Altdorf der Neubau einer Schlauchwehranlage und die Errichtung einer Fischaufstiegs-/Wanderhilfe verwirklicht.
In den Jahren 2006 - 2008 wurden die Hochwasserschutzanlagen zwischen Schlauchwehr und Fußgängerbrücke (Bauabschnitt 2, Unterabschnitt 1 und 2) errichtet.
Nun wird der Unterabschnitt 3 zwischen Fußgängerbrücke und Parkstraße in Angriff genommen. Dieser Abschnitt umfasst die Ertüchtigung, d.h. die Erhöhung und Verbreiterung des ca. 800 m langen linksseitigen Deiches.
Rechtsseitig wird eine Hochwasserschutzmauer ab der Füßgängerbrücke bis zum städtischen Bauhof weitergeführt. Diese Mauerlösung auf dem Schul- und Sportgelände des Marktes Altdorf war möglich und wurde gewählt, um den ökologisch und landschaftsoptisch wertvollen Gehölzbewuchs auf dem dortigen Deich erhalten zu können. Im Anschluss an die Mauer wird der Hochwasserdeich weitergeführt und im Rahmen der Baumaßnahme vollständig neu errichtet. Zur Vorbereitung der Baumaßnahme für diesen ca. 500 m langen Deichabschnitt war es erforderlich den dortigen Gehözbewuchs zu entfernen. Dieser unvermeidliche Eingriff in den Naturhaushalt und das Landschaftsbild des Pfettrachtales wurde bereits durch eine umfangreiche naturnahe Umgestaltung des vormals begradigten Gewässerlaufs der Pfettrach naturschutzfachlich ausgeglichen.
Zusätzlich sind entlang der Deiche Wartungs- und Unterhaltswege zu erstellen; auf kurzen Strecken ist das Trockengerinne der Pfettrach umzubauen. Am Ende der Baustrecke wird der vorhandene Absturz umgebaut und durchwanderbar für aquatische Lebewesen gestaltet.
Renaturierung der Pfettrach als landschaftspflegerische Ausgleichsmaßnahme
Bei der Errichtung von Hochwasserschutzbauwerken sind Eingriffe in die umgebende Natur- und Landschaft leider nicht immer zu vermeiden. So auch bei den derzeit im Bau befindlichen und noch geplanten Bauwerken im Bauabschnitt Altdorf-Süd zwischen der Dekan-Wagner-Brücke und der Eisenbahnbrücke über die Pfettrach wo z. B. größere Gehölzbestände auf dem bestehenden rechten Deich entfernt werden müssen.
Als Ausgleich und Ersatz dafür erhält die dort stark begradigte und strukturarme Pfettrach auf einer Länge von ca. 850 m einen neuen, naturnahen mäandrierenden Gewässerlauf und ein reichhaltig strukturiertes Gewässerbett. Gleichzeitig entstehen auf den Uferzonen durch Gestaltungs-, Pflanz- und Pflegemaßnahmen neue Lebensräume für auetypische Tiere und Pflanzen.
Den Spaziergänger und Erholungssuchenden erwartet zukünftig eine abwechslungsreiche und optisch reizvolle Flusslandschaft.
Die Renaturierungsmaßnahmen wurden am Landratsamt Landshut beantragt und dort Mitte 2008 genehmigt.
Im Jahre 2007 wurde bereits eine Gewässerstrecke auf einer Längen von 350 m erfolgreich renaturiert. Mit den Arbeiten zur ökologischen Umgestaltung des restlichen ca. 500 m langen Abschnitts der Pfettrach wird in den nächsten Tagen begonnen.
Bei der Flutung des neu geschaffenen Gerinnes werden kurzfristig und vorübergehend größere Mengen von Feindsedimenten gelöst und abgeschwemmt. Dieser Vorgang bewirkt ähnlich wie bei Hochwasserereignissen eine deutliche Trübung der Pfettrach. Negative Auswirkungen auf Fische und anderer Gewässerorganismen können weitgehend ausgeschlossen werden. Die Renaturierungsmaßnahme wird noch im August 2008 abgeschlossen.

Neues Gewässerbett der Pfettrach unmittelbar nach der Herstellung im August 2007

Auetypische Mulden sorgen für eine verbesserte Wasserrückhaltefähigkeit
Die Bauarbeiten für den Hochwasserschutz in Altdorf werden weitergeführt
Anfang August 2007 konnte der Spatenstich für den Ausführungsabschnitt 2 von der Dekan-Wagner-Brücke bis zum Fußgängersteg bei den Sportanlagen in Altdorf durchgeführt werden.
Entlang des ca. 300 m langen Abschnitts werden dazu an beiden Ufern Hochwasserschutzmauern errichtet. Die Mauern werden auf Betonbohrpfähle gegründet. Gleichzeitig wird der Fußgängersteg durch den Markt Altdorf erneuert und an die Hochwasserschutzbauwerke angepasst .
Die Baumaßnahmen werden von der Firma Neulinger Bau GmbH aus Obernzell ausgeführt und sollen bis Juni 2008 abgeschlossen sein.

Spatenstich für den Ausführungsabschnitt 2 am 07.08.2007 (von links): Hr. Hölscher-Mönnick (Fa. Neulinger), 2. Bürgermeister Franz Kainz, 1. Bürgermeister Josef Sehofer, Bezirkstagspräsident Manfred Hölzlein, Amtsvorstand Johannes Schmuker

Ende Dezember 2007 wurde der neue Pfettrach-Steg beim Altdorfer Sportzentrum eingehoben

Hier soll die Hochwasserschutzmauer entlang der Pfettrach gebaut werden
Historie

Die Pfettrach vor den geplanten Baumaßnahmen

Die Pfettrach nach Fertigstellung der Hochwasserschutzeinrichtungen
In den Jahren 1950 bis 1954 wurden im Rahmen der Hochwasserschutzmaßnahmen für die Stadt Landshut von der Mündung der Pfettrach in die Flutmulde der Isar (km 0+000) bis zum Alten Wehr in Altdorf (km 1+852) Hochwasserschutzanlagen beidseitig der Pfettrach errichtet.
Eine Überprüfung dieser bestehenden Hochwasserschutzanlagen an der Pfettrach hatte zum Ergebnis, dass der HQ100-Abfluss an der Pfettrach nicht überschwemmungsfrei bzw. schadlos abgeführt werden kann.
Um den Schutz vor einem 100-jährlichen Hochwasserereignis sicherzustellen, sind entsprechende Neubau- und Nachrüstungsmaßnahmen erforderlich.
Resultierend aus dieser Erkenntnis, wurde in den Jahren 2003 und 2004 der Bauabschnitt 1 des Hochwasserschutzes Altdorf verwirklicht.
- Folgende Einzelmaßnahmen wurden hierbei realisiert:
- Neubau einer Schlauchwehranlage
- Errichtung einer Fischaufstiegs-/Wanderhilfe links
- Neubau einer Umgehungsleitung DN 1000 rechts
- Neugestaltung des linken Flussufers der Pfettrach bis zur Brücke an der Dekan-Wagner-Straße
(siehe FLYER "Schlauchwehr Altdorf")
Der Planungsbereich für den Bauabschnitt 2 erstreckt sich von Fl.km 1+837 (Schlauchwehranlage) bis Fl.km 0+475 (Stadtgrenze Landshut) (siehe Übersichtslageplan).
Der Bauabschnitt 2 wird in drei Ausführungsabschnitte unterteilt:
- von Schlauchwehr bis Brücke Dekan-Wagner-Straße
- von Brücke Dekan-Wagner-Straße bis Fußgängersteg Sportanlagen
- Fußgängersteg Sportanlagen bis Parkstraße (Stadtgrenze Landshut)
Als wesentliche Hochwasserschutzelemente sind Deiche und Mauern vorgesehen.
Die Gesamtkosten für den Bauabschnitt 2 betragen ca. 4.500 000,- Euro.

Spatenstich für Bauabschnitt 2 der Altdorfer Hochwasserschutzmaßnahmen
Im August 2006 begann das WWA Landshut mit der Fortführung der Hochwasserschutzmaßnahmen an der Pfettrach an beiden Flussufern vom Schlauchwehr bis zur Dekan- Wagner-Straße in Altdorf.
Die Baumaßnahmen wurden von der Firma Wadle Bauunternehmung GmbH aus Altheim durchgeführt. Im Dezember konnten die Hochwasserschutzeinrichtungen nach einer Bauzeit von 16 Wochen fertig gestellt werden.
Die Baukosten für diesen Bauabschnitt betrugen ca. 500.000,- Euro (siehe Lageplan).

Herstellung der Bohrpfähle

Errichtung d. Hochwasserschutzmauer

Erhöhung des bestehenden Deiches

Tieferlegung der Gewässersohle im Brückenbereich


