Beschreibung und Zweck der Baumaßnahme

Beschreibung der Baumaßnahme

Die Arbeiten werden grob in folgende Bauabschnitte unterteilt:

  • BA 1: Neubau der Überlaufschwelle und Anlegen der Flutmulde, sowie
  • BA 2: Verlängerung des Dükers und Rückbau des alten Franzosenwehres.

Es ist geplant, zunächst flussabwärts eine neue Überlaufschwelle zu erstellen und über eine Mulde an den Franzosengraben anzuschließen. Die Mulde selbst wird durch gezielten Einsatz von Pflasterungen und Steinsatz stabilisiert. Nach Abschluss dieser Arbeiten wird dann das alte Grundwehr zurückgebaut. Bei den Bauarbeiten wird auch das Dükerrohr unter der Vils verlängert und an das neue Gerinne angeschlossen. So ist weiterhin eine ausreichende Entwässerung der Vilswiesen rechtsseitig der Vils sichergestellt.

Die Kosten der Maßnahme trägt zu 100% der Freistaat Bayern.

Zweck der Baumaßnahme

Schon in historischen Schreiben wurde an der Stelle des Franzosenwehres das Anlegen eines Streichwehres gefordert, um einem Überstau entgegen zu wirken und auch bei Hochwasser eine sofortige Entlastung zu gewährleisten. Diese Gedanken gingen in die Planung mit ein.

Das Vorhaben hat den Zweck, die Entlastung der Vils bei Hochwasser zu gewährleisten. Diese wirksame Entlastung soll sich vor allem bei kleineren Hochwassern zeigen.

Durch den Umbau in eine feste Überlaufschwelle soll zudem die Einhaltung des Stauzieles der Burgermühle gewährleistet werden. Die Versorgung der nachfolgenden Triebwerke mit ausreichend Betriebswasser wird durch diese Art des Umbaus garantiert. Es müssen durch die Triebwerkseigentümer keine Verluste durch Undichtigkeiten mehr in Kauf genommen werden.

Der Franzosengraben hat, seiner ursprünglich angedachten Funktion entsprechend, eine wichtigen Anteil am Hochwasserschutz von Frontenhausen. Da er größtenteils nicht unmittelbar an Bebauungen anschließt, nicht durch Triebwerke unterbrochen ist und die angrenzenden Flächen landwirtschaftlich genutzt werden, besitzt er im Vergleich zur parallel laufenden Vils ein wesentlich größeres ökologisches Potenzial. Durch die Umgestaltung des Franzosenwehres in eine feste Überlaufschwelle wird also erreicht, dass sich das Abflussgeschehen im Franzosengraben weiter dynamisiert. Sobald der Abfluss in der Vils einen Wert übersteigt, welcher von den beteiligten Triebwerken nicht mehr zu Strom verarbeitet werden kann, wird das überschüssige Wasser sofort über das Streichwehr in den Franzosengraben abgeschlagen.

In Hochwasserzeiten wird die abgesenkte Straße überflutet. Die Straße wird dann für die Nutzung gesperrt. Auch wenn die Flexibilität Erholungssuchender dadurch vielleicht kurzzeitig etwas eingeschränkt ist, zeigt dies für die unterliegenden Anwohner und Bereiche vilsabwärts seinen Nutzen.