Abens

Die Abens entspringt im Hügelland der Holledau nahe der Ortschaft Abens im Landkreis Freising. Das rund 53 km lange Abenstal führt sie nach Norden in den Landkreis Kelheim. Nahe der Stadt Abensberg ändert sie ihre Fließrichtung Richtung Westen und mündet bei Eining in die Donau.
Im Zuge von Hochwasserschutzmaßnahmen wurde in den Jahren 1925/26 die Abensmündung um 3 km nach Norden verlegt. Die Ilm, welche früher beim Ort Gaden in die Donau einmündete, fließt nun bei Bad Gögging in die Abens.
Unterhalb von Mainburg behindern nur wenige Verbauungen den Flusslauf und so hat sich die Abens bis heute einen weitgehend natürlichen Verlauf bewahrt, mit vielen Mäander und Kurven.

die Abens zwischen Abensberg und Bad Gögging Bild vergrössern die Abens zwischen Abensberg und Bad Gögging

Bei Hochwasser tritt die Abens regelmäßig über die Ufer und überschwemmt weite Flächen der Talaue. Bei einem sehr großen Hochwasser kann es in den angrenzenden Orten, insbesondere in Mainburg, Abensberg und Bad Gögging zu größeren Überflutungen und Schäden kommen.
Mit Hochwasserschutzmaßnahmen in Bad Gögging, die zum Teil bereits realisiert sind, soll die Hochwassergefahr künftig vermindert werden.
20 Triebwerke befinden sich im Landkreis Kelheim an der Abens. Sie nutzen das Fließgefälle, das von der Landkreisgrenze bis zur Mündung in die Donau bei ca. 347 m ü. NN rund 85 m beträgt. Meist sind es kleinere Anlagen mit Fallhöhen bis zu 2 m. Die Ausbauleistung beträgt insgesamt rund 481 KW, die mittlere Leistung ist, abhängig von der Wasserführung, ca. 10-20% geringer.
Die Gewässergüteklasse hat sich durch den Bau der Kläranlagen verbessert und liegt jetzt bei II - III (kritisch belastet). Eine gewisse Problematik stellen nach wie vor die intensive Landwirtschaft und der Hopfenanbau im hügeligen Einzugsgebiet der Holledau dar. Bereits bei kleineren Regenfällen werden der Humus und der Boden von den Äckern abgeschwemmt und landen über die vielen Gräben und Bäche in der Abens. Nachteilig ist zudem, dass die meisten Zuflüsse im Gegensatz zur Abens selbst begradigt wurden und das Wasser häufig wie in Regenrinnen der Abens auf kürzestem Weg zufließt. Durch den Bau von Rückhaltebecken versucht man nun dieser Entwicklung entgegen zu wirken.
Als Fischgewässer ist die Abens aufgrund ihrer Strukturvielfalt interessant. Wobei der Bestand an Äschen, dem Leitfisch der Abens leider in den letzten Jahren stark zurückgegangen ist. Die Ursache ist noch nicht eindeutig ermittelt. Nachteilig sind die vielen Wehre und Triebwerke, die für die Wasserlebewesen nicht durchgängig sind. Zur Zeit gibt es 6 Fischaufstiegshilfen, weitere sind in Planung.

Fischtreppe Feldbachmühle (bei Bad Gögging) Bild vergrössern Fischtreppe Feldbachmühle (bei Bad Gögging)

Die Abens hat bis Bad Gögging ein rund 440 km2 großes Einzugsgebiet.
Ein Pegel in Mainburg und einer in Abensberg/Aunkofen ermitteln regelmäßig Wasserstand, Abflussverhältnisse, Wassertemperatur und Schwebstoffkonzentration (nur Pegel Aunkofen) der Abens.

Pegel Mainburg


Pegel Aunkofen